FAQ's

Kann das entwickelte PSR Jet System in jedes Segelflugzeug eingebaut werden?

Die äußeren Abmessungen des PSR Jet Systems sind so klein, dass es in jedem Gepäckfach nachgerüstet werden kann. Die Kraftstoff- und Elektronik Module können im Rumpf an jeder beliebigen Stelle untergebracht werden. Die Kraftstofftanks werden im Rumpf oder in den Tragflächen eingebaut.

Reichen 23 kp Schub auch für einen schweren Doppelsitzer?

Der Schubbedarf eines Doppelsitzers ist weniger vom Gewicht als vom Luftwiderstand abhänig. So braucht eine ASK 21 mit 600 kg Masse 17,6 kp Schub um bei der Geschwindigkeit des besten Gleitens horizontal zu fliegen. Eine ASH 25 mit 700 kg aber nur 11,6 kp um horizontal zu fliegen. Siehe Tabelle in Präsentation "Presentation PDF".

Warum ist der Schub der Turbine über alle Geschwindigkeiten annähernd gleich groß?

Der von der Turbine entwickelte Schub ist das Produkt von ausgestoßener Masse mal Abgasstrahlgeschwindigkeit. Der Abgasstrahl tritt mit 460 m/s aus dem Triebwerk aus. Es hat also kaum Einfluß ob sich das Flugzeug selbst mit 30 oder 60 m/s vorwärtsbewegt. Mit zunehmender Geschwindigkeit wird der Schub der Turbine effizienter umgesetzt. Siehe Präsentation "Vergleich Propeller vs Turbine".

Wird das Seitenleitwerk durch den Abgasstrahl nicht zu stark erwärmt?

Bei ausführliche Untersuchungen wurden im Kern des Abgasstrahls 48 °C am Seitenleitwerk gemessen. Auch bei Umgebungstemperaturen bis 40 °C konnten keine höheren Temperaturen gemessen werden. Die Abgastemperatur von bis zu 650 °C an der Turbine hat sich durch Expansion und Vermischung mit der Umgebungsluft so weit abgekühlt, dass kein Teil der Struktur unzulässig erhitzt wird.

Warum gibt es für die PSR Turbine noch kein Kerosin Startverfahren?

Das von PSR System entwickelte Startverfahren mit Propangas hat sich unter allen Flug- und Umgebungsbedingungen als sehr zuverlässig erwiesen. Bei Temperauren zwischen -10 bis +30 °C, in Höhen bis 3200m und bei Fluggeschwindigkeiten bis 130 km/h startete das Triebwerk einwandfrei. Trotzdem wird an dem Kerosin-Startverfahren weiter entwickelt. Aber erst wenn das Kerosin-Startverfahren zuverlässiger ist, wird es bei dem PSR System eingesetzt.

Warum verbrauchen diese Turbinen soviel Kerosin?

Bei dem PSR Jet handelt es sich um ein Triebwerk einfachster Bauart. Auf einer Welle sitzt ein Radialverdichter der von einer einstufigen Turbine angetrieben wird. Dieser Radialverdichter schafft ein Verdichtungsverhältnis von 1:3,8. Geringes Verdichtungsverhältnis bedeutet auch hohen Kerosinverbrauch. Auf 100 km verbraucht die Turbine 13 kg Kerosin. Wenn das Triebwerk im Jahr 3 Stunden benutzt wird hat man 100 liter Kerosin verbraucht. Dafür hat man aber ein Mehrfaches an Rückholkilometern gespart.

Kann man die PSR Turbine auch mit Diesel betreiben?

Grundsätzlich ist das möglich, wenn dem Diesel eine entsprechende Menge Benzin und Öl beigemischt wird. Die PSR Turbine wird nur mit Kerosin getestet und zugelassen. Nach der Zulassung darf die Turbine nur mit Kerosin betrieben werden. Auf jedem zweiten Verkehrslandeplatz ist heute Kerosin (Jet A1)und Turbinenöl verfügbar.

Kann die PSR Turbine mit dem Lärm auch in Deutschland eine Zulassung bekommen?

Das Betriebshandbuch für die Turbine lässte eine maximale Startleistung über 5 min bei 108500 rpm zu . Danach muß das Triebwerk auf die maximale Dauerleistung von 100 000 rpm abgeregelt werden. Nach der deutschen Lärmschutz-Verordnung wurden Messflüge durchgeführt. Bei 96 000 rpm wurde bei dem 300 m überflug 63,5 dB(A) gemessen, bei zulässigen 64 dB(A). Das LBA hat uns bestätigt, dass wir bei der Betriebsvorgabe 5 min Startleistung 108500 rpm und Dauerreisedrehzahl 96 000 rpm mit einer Verkehrszulassung rechnen können.

Wie wird der Lärm im Cockpit wahrgenommen?

Wenn der Lautsprecher lauter gestellt wird, ist Funksprechverkehr ohne Kopfhörer möglich.

Wie weit ist die ASW 20 und der Ventus mit ihren EASA Zulassungen?

Alle von der EASA geforderten JAR 22 Anforderungen wurden für die ASW20 nachgewiesen und liegen bei der Fa. Schleicher zur Unterschrift vor. Bei der Fa. Schempp-Hirth befindet sich ein Ventus mit Turbine in der Flugerprobung um die Nachweise für die EASA zu erbringen.

Wie weit ist der Hersteller des PSR Jet Systems mit seiner EASA Zulassung als Luftfahrttechnischer Betrieb?

The production organization and the design organization have to be certified. Draline is still in the process of certification; various procedures are developed and integrated in the quality system. Draline is currently running two certification projects. The first is the "Production Organisation Approval" EASA Part 21, subpart G. These regulations are audited and certified by the local Authorities, in our case the Dutch authority: "Inspectie Verkeer & Waterstaat".

The second certification project is the "Design Organisation Approval", Draline is pursuing the ADOAP Part 21A.14(b) approval. The second review has been done by EASA in December 2008.

Our goal is to be certified August 2009.

Wie weit sind die ASW20 und der Ventus mit ihren EASA Zulassungen?

Alle von der EASA geforderten JAR 22 Anforderungen wurden für die ASW20 nachgewiesen und liegen bei der Fa. Schleicher zur Unterschrift vor. Bei der Fa. Schempp-Hirth befindet sich ein Ventus mit Turbine in der Flugerprobung, um die Nachweise für die EASA zu erbringen.

Wie weit ist die PSR Turbine mit ihrer EASA Zulassung?

Nach insgesamt 180 Stunden auf dem Prüfstand davon 70 Stunden Dauertests und 20 Stunden Vibrationstests, sind für Januar 2009 die Containmenttests vorgesehen. Alle bisherigen Versuche verliefen erfolgreich.

Müssen alle in Europa zugelassenen Segelflugzeuge eine EASA Zulassungen zum Einbau der Turbine haben?

Alle Segelflugzeuge die durch die EASA betreut werden, müssen für den Einbau der Turbine eine ergänzende Musterzulassung (STC) durch die EASA vorlegen. Dies gilt für fast alle Muster der letzten Baujahre. Es gibt auch Oldtimer und Einzelstücke die nicht bei der EASA geführt werden. Für diese Muster ist die nationale Luftfahrtbehörde in der Regel das Luftfahrtbundesamt LBA (innerhalb Deutschland) zuständig.

Wer kann die ergänzende Muster Zulassung STC (Supplemental Typ Certification) beantragen?

Im Prinzip jeder Luftfahrttechnische Entwicklungsbetrieb. Es aber sinnvoll immer den Entwicklungsbetrieb des betroffenen Segelflugzeugs mit der STC zu beauftragen. Bei dem Rumpfausschnitt müssen die Festigkeitsberechnung des jeweiligen Musters berücksichtigt werden.

Wer kann das PSR Jet System in die Segelflugzeuge einbauen.

Nur ein luftfahrttechnischer Betrieb (LTB), der vom Halter der STC die Genehmigung hat, das PSR Jet System in ein Segelflugzeug einzubauen.

Was kostet die EASA Zulassung für den Einbau des PSR Jet Systems in ein EASA zugelassenes Segelflugzeug Muster.

Es muß mit Kosten zwischen € 20000.- und € 45000.- gerechnet werden. Diese Kosten werden auf die mit dem Jet System ausgerüsteten Segelflugzeuge umgelegt.

Was kostet ein PSR Jet System in einem EASA zugelassenen Segelflugzeug?

Ein EASA zugelassenes PSR Jet System mit Turbine, Electonical Control Unit (ECU), PC Software, Service Data Turbine (SDT), Kraftstoffversorgung, Ein- und Ausfahr System, Handbücher ohne Haupttank - € 12500.-

Einbau des PSR Jet Systems in ein Segelflugzeug, Kennzeichen, Hauptank, Erprobung und Verkehrszulassung. Je nach erforderlichem Aufwand zwischen - € 3500.- bis € 7500.-

Anteilige EASA ergänzende Musterzulassungskosten zwischen - € 500.- bis € 4000.-

Welches Muster wird als nächstes für die Zulassung vorbereitet?

Es haben sich bisher über 20 verschiedene Muster gemeldet, die am Einbau einer Turbine interessiert sind. Von der LS 6 wurden 400 Flugzeuge gebaut. Bei entsprechender Nachfrage steht ein Luftfahrttechnischer Entwicklungsbetrieb für die LS 4 und LS6 bereit, die ergänzende Musterzulassung zu betreiben.

Wann werden die ersten PSR Jet System Kit's an die Luftfahrttechnischen Betriebe ausgeliefert?

The PSR Jet Systems can be delivered after the certification of our company and the product. The shop floor assembly line is nearly finished. The first engine assembly on the (to be certified) production line, is planned for August 2009. The development of the retraction system is finished and also assembled on our new assembly line. Various details of the design have been changed, to optimize machining and assembly of the parts in small series.

16.12.08

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